Bandbreiten mobiles Internet

Vergleicht man die Leistungsfähigkeit verschiedener Technologien und Protokolle zur Datenübertragung im Mobilfunkbereich miteinander, fallen erhebliche Unterschiede auf. Meist sind die neueren Technologien des mobilen Internets diejenigen, die in der Lage sind in derselben Zeit mehr Daten zu übertragen, die verfügbaren Bandbreiten sind gestiegen.

Mit GSM hat es begonnen

GSM hatte als erstes digitales Übertragungsverfahren für Sprache mit einer Leistungsfähigkeit von 9,6 Kbit/Sekunden die geringste Bandbreite. Die Einführung des Datenbeschleuniger GPRS bedeutete einen Zwischenschritt hin zur Entwicklung von UMTS. Bei GPRS, das den Mobilfunksystemen der zweiten Generation zugerechnet wird, beträgt die mögliche Bandbreite schon 53,6 Kbit/Sek. Das gleichzeitig existierende EDGE erreichte dann maximal 260 Kbit/Sekunden. Und war dem GPRS somit überlegen. Mit der Einführung von UMTS, in das die Hersteller und die Netzbetreiber große Summen an Geld steckten, stieg die Bandbreite auf 384 Kbit/Sekunden. Wieder war ein großer Sprung erfolgt. Allerdings waren zunächst für die Nutzer die hohen möglichen Bandbreiten nicht billig zu haben.

HSDPA war der Durchbruch

Die Einführung des Datenbeschleunigers HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) als Zusatzprotokoll für UMTS brachte noch einmal eine Steigerung der Bandbreite beim Download, also beim Übertragen der Dateien vom Server zu dem genutzten Endgerät. Bei HSDPA handelt es sich nicht um einen eigenen Übertragungsstandart, sondern um ein Zusatzprotokoll für UMTS, das ohne kostenintensive Umbaumaßnahmen in das bestehende System integriert werden konnte. Die Bandbreiten für den Download stiegen durch HSDPA bis auf 21,1 Mbit/Sekunden in der dritten Ausbaustufe. Ab der zweiten Ausbaustufe wurde für den Upload, also die Datenübertragung vom Endgerät zum Server HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) eingeführt. Auch hierbei handelt es sich um ein einfach zu integrierendes Zusatzprotokoll für UMTS, das es ermöglicht die Bandbreiten beim Uplink in der dritten Ausbaustufe bis auf 3,6 Mbit/Sekunden zu steigern. Damit war dann aber das Maximum der UMTS Technologie erreicht. Eine weitere Erhöhung verlangte nach einem neuen System.

LTE als 4. Generation

Mit LTE ist dieses gefunden. Mit LTE ist eine theoretische Bandbreite von bis zu 300 Mbit/Sekunden möglich. Aber auch diese neue, in der Anfangsphase nicht kommerziell eingeführte Technologie wird nur ein weiterer Zwischenschritt bleiben auf dem Weg zur immer schnelleren Datenübertragung.